Aktuelle Produktionen
HOLZMINDEN 09 - 10. Internationales Straßentheater Festival, 29. – 31.5.2009

Zum zehnten Mal seit 1991 wird vom 29. Mai bis 31. Mai 2009 das Internationale Straßentheater Festival in Holzminden stattfinden.
Das diesjährige Festival reflektiert das zeitgenössische „Theater im öffentlichen Raum“ mit seinen vielfältigen Facetten vom Walk-Act über Installationen bis zum anspruchsvollen Schauspiel unter freiem Himmel. Hohe künstlerische Qualität und neue Sicht- und Arbeitsweisen stehen dabei wieder im Vordergrund.
Drei Uraufführungen und acht Deutschlandpremieren vermitteln einen Ein- und Überblick über die Entwicklungen und Tendenzen dieses Genres. Einerseits haben wir einen Schwerpunkt auf jüngere deutsche Gruppen mit internationalen Koproduktionen gelegt und andererseits gibt es ein Wiedersehen mit „alten Bekannten“, mit Preisträgern und Publikumslieblingen in Holzminden.
Aus über 100 Gruppen wurden folgende ausgewählt:
Bängditos theater (D), Cie. Carabosse (F), Cie. Colbok (F),
Cie. Les Eléments Disponibles (F), Théatre Fragile (D),
Theater Gajes (NL), Hortzmuga Teatroa (E),
Theater Irrwisch (A) , Mowetz & Co. (A),
The Primitives (B) und
Gregor Wollny und Otto Kuhnle (D).
Wir freuen uns auf spannende Festivaltage und würden uns freuen, Sie in Holzminden zu Pfingsten begrüßen zu dürfen.
Les Goulus (F) "Les Horsemen"

Drei elegante französische Reiter zeigen, wie sie für die nächsten Olympischen Spiele trainieren. Auch wenn sie manchmal etwas lächerlich wirken, behalten sie doch immer die “French attitude”. Die Horsemen bestätigen so manches Vorurteil über “die Franzosen”: arrogant, selbstbewusst, ein bisschen unfreundlich. Im Laufe der Show bekommen die Reiter jedoch Zweifel, ob die Franzosen wirklich so einseitig sind…
Komik und schauspielerische Leistung machen diesen Walk-act zu einer unvergesslichen Vorstellung. Innerhalb kürzester Zeit avancierten die drei “Horsemen” zum Publikumsliebling auf dem “Internationalen Strassentheater Festival Detmold 2008” und wurden mit dem “Preis für die besondere Inszenierung” ausgezeichnet.
Die Goulus zeigen ein interaktives Spiel mit dem Publikum und machen den Zuschauer mit zum Akteur des Geschehens, um ihn aus seiner Rolle des bloßen Zuschauers heraus zu holen.
Sie durchbrechen die Konventionen und die Gewohnheiten und öffnen sich voll und ganz dem Publikum und den örtlichen Gegebenheiten.
Sie bauen Brücken, schaffen Synergien zwischen Kunst, Sprache und den verschiedenen Kulturen.
Im Januar 2000 gründete Jean-Luc Prévost die Compagnie Les Goulus zusammen mit seinen ehemaligen Kollegen aus der Compagnie „Obsessionnels“ Oliver Rimaud und Patrick Geslin.
Inzwischen hat das Trio mit ihren verschiedenen komischen Walk-acts auf der ganzen Welt gespielt.
Cie. Jacqueline Cambouis (F) „Mlle Orchestra -Fanfare de filles“

Das Fräuleinwunder der Blasmusik: die Compagnie Jacqueline Cambouis zeigt in ihrer neuen Fanfare die ganze Bandbreite ihres Könnens. Von Walzer über Tango oder Rock bis Disco spielen die acht Damen ihre Lieblingshits von den Bangles, Björk oder Serge Gainsbourg.
Erfrischend anders und wunderbar weiblich!
Cie. Carabosse (F) „Le Filoscope“

Cie. Carabosse ist eine Gruppe, die mit dem Feuer spielt und dessen poetische Kraft entzündet. Mit ihren Feuerinstallationen haben sie an unzähligen Orten, in Städten und Dörfern, Parks und Landschaften Menschen verzaubert.
In „Filoscope” entdecken die Zuschauer die wundersame Welt dreier Brüder. Sie leben in ihrer eigenen Welt, die die Form einer luftigen Manege hat, in der die Gebrüder auf einer Höhe von 3m schweben – im eigentlichen und übertragenen Sinne. Die Bilder, die sie darin entwerfen, sind Früchte ihrer Phantasie und ihres Genies. Die Manege wird zum Ort, an dem sich die
verrücktesten und witzigsten Träume realisieren. „Le Filoscope” zeigt verschiedene Lebenswege auf. Es ist wie ein intimes Journal, das vor unseren Augen ohne Unterbrechung abläuft. Anhand von Bildern, Skulpturen und Gegenständen, werden nach und nach die Geschichten der drei Brüder erzählt: Geschichten außerhalb der Norm, voller Unschuld und Einfachheit, rein visuell, ohne Sprache. Ein Kaleidoskop technischer und pyrotechnischer Finessen.
Kuhnle / Wollny (D) „Moped Moped"

Otto „Commander” Kuhnle, Verfasser des Buches “Ich der Witz” und zahlreicher anonymer Kontaktanzeigen, begann seine Karriere klassisch mit Balletunterricht. Nicht zuletzt seine Tätigkeit als singendes und steptanzendes Telegramm (Abteilung Hiobsbotschaften) machten ihn zu dem, was er heute ist. Weitere Schritte ins gesellschaftliche Abseits waren unter anderem Filme mit Wim Wenders, die Arbeit mit der Gruppe Trio Blamage, sowie die Fernsehserie
„Comedy Factory”.
Gregor „Stagehand” Wollny wurde vor geraumer Zeit in Potsdam geboren. Seine Kindheit musste er in der DDR verbringen, bevor es ihm 1989 gelang, die Mauer zu beseitigen. Mit elf Jahren begann endlich sein Leben in der freien Welt, vierzig Jahre hatten sie ihn betrogen. Heute lebt er zurückgezogen in seiner Villa im Grunewald und erscheint nur noch zu seinen Auftritten in der Öffentlichkeit.
Die Produktion steht für ausgewählte Voraufführungen im Jahr 2009 zur Verfügung und ab 2010 ist sie dann über das kulturbüro zu buchen.
Teatro Ka (P) „L'éco du Silence"

Die neueste Inszenierung der portugiesischen Gruppe Teatro Ka, die 2009 herauskommt, ist ein Stück für drei Darsteller, einem Stelzenläufer, einer Kontorsionistin und einem Akkordeon-spieler.
Es ist ein Stück über den Zustand unserer Gesellschaft, aktuell und eindrucksvoll. Das Stück möchte eine Spur der Hoffnung aufzeigen in einer apokalyptischen, vor Materiellem blinden Welt.
Teatro Ka entwickelt erneut eine visuell eindrucksvolle und sensible Inszenierung.
Pep Bou (E) "Clar de Llunes"

PEP BOU kehrt auf unsere Bühnen zurück, um seine Show „Clar de Llunes“ zu präsentieren. In seinem neuen Projekt lässt er seine Seifenblasen zu Live- Musik tanzen und er kreiert eine unvergesslichen Konzert- Performance, in der nichts unmöglich scheint.
Hier wird die visuelle Sprache Pep Bous mit der Musik des erfolgreichen Pianisten Jordi Masó verbunden. Man bekommt den Eindruck, dass sich die Musik in Seifenblasen verwandelt und die Blasen sich mit dem Klang der Musik füllen.
Den Zuschauern wird ein einzigartiges Konzert geboten, dass uns in eine gänzlich neue Welt der kugelförmigen oder flachen Seifenblasen entführt, die sich zu der Musik
von Frederic Mompou, Claude Debussy, Manuel Blancafort, Déodat de Séverac und Joaquín Turina bewegen.
Inspiriert von Jordi Masó enthüllt Pep Bou neue Facetten seiner Seifenblasen – Kunst mit der er schon Zuschauer auf der ganzen Welt begeisterte.
